Kurfürstenbad

Schlichte Eleganz

Kurfuerstenbad Ja Schwimmhalle

Das Kurfürstenbad wurde Anfang der 60ger Jahre gebaut – in einer Zeit, in welcher Bad Godesberg sowohl ein angesehenes Diplomatenviertel war als auch eine eigenständige Stadt, in der  genügend Mittel vorhanden waren und die eigene Stadtentwicklung im Vordergrund stand. Von außen ein schlichter Bau, entfaltet sich innen die typisch schlichte Eleganz der sechziger Jahre, welche sich auch im Kleidungsstil von Audrey Hepburn oder Jackie Kennedy widerspiegelt.

Von den Umkleidekabinen auf einer Empore führen zwei freischwebende Treppen zu einem 25 m Mehrzweckbecken mit  fünf Bahnen. Gegenüber der Treppe wird die Empore von einem großen Mosaik des Künstlers Paul Magar geschmückt, als weiteres Zeichen nicht nur seiner Zeit, sondern auch der  Detailliebe und des Geldes, die in den Bau des Schwimmbades flossen. Im Außenbereich gibt es eine Liegewiese.

Ein heute 72 Jahre alter Herr, der seine Ausbildung zum Bademeister im Kurfürstenbad gemacht und dort viele Jahre gearbeitet hat, erzählte uns bei der 1. Bonner Bäderwelle Interessantes aus dem Leben vom Kurfürstenbad: 

„Bei uns sind die Bundespräsidenten und Minister geschwommen. Im Bad müsste nur die Technik erneuert werden. Alles andere ist in Ordnung. Als die Regierung noch hier war, hat die Stadt Bonn jedes Jahr 1 Million Zuschüsse vom Bund für das Kurfürstenbad bekommen. Die sind nie bei uns angekommen.“

Bad Godesbergs Tradition als Badeort 

Die Schwimmhalle wird durch einen Saunabereich ergänzt, der ebenso wohl durchdacht angelegt ist als auch mit hochwertigen Materialien gebaut wurde. Er reflektiert Bad Godesbergs Wurzeln als Badeort und enthält neben warmen und kalten Tauchbecken ebenso einem Kneippgang wie auch ein mit Godesberger Mineralwasser gespeistes Außenbecken. Da seit Bau des Bades keinerlei Modernisierungsmaßnahmen durchgeführt wurden, sind alle Stilelemente original erhalten. Es gilt, die Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen so behutsam zu durchzuführen, dass alles Erhaltenswerte erhalten bleibt. Aber auch Neues dazu kommen kann. So gibt es z. B. Baupläne bei der Verwaltung der Stadt für eine Erweiterung des Kurfürstenbades um ein Lehrschwimmbecken.

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